FotoBox
Seit Anfang Mai ist nunmehr meine FotoBox in ihrer fertigen Endversion im Einsatz und es ist deshalb Zeit, sich bei einigen Personen für deren Hilfe an der Entstehung zu bedanken. Da es nicht wenige sind, hier eine kleine Aufzählung: Meinen Schreiner Walter für die stabile und tolle Konstruktion Reinhard für den Anstrich der FotoBox plexi-profi in Schwabach für die kompetente und schnelle Hilfe bei der Front hoc-werbung für das nicht einfache Anbringen der Beschriftung Andreas Springer, ein Mitfotokollege im Geiste, für einige Tipps bei der Gestaltung des Innenlebens Und zu guter Letzt danke für das geduldige Programmieren: Sebastian Herp, mein alter Blogger-Kollege aus Erlanger Zeitern Außerdem danke an die Besitzer der Pflugsmühle für die Freigabe der Bilder. Wer das Prinzip nicht kennt: Die FotoBox steht für sich alleine und kann von den Gästen/Kunden mittels eines Fußtasters selbst bedient werden. Nach der Aufnahme wird das Bild kurz angezeigt.Die Anzahl der Bilder ist unbeschränkt, der Auftraggeber erhält alle Bilder unzensiert. Als Hintergrund werden meistens bestehende Hintergründe in der Location genommen. Es können natürlich auch eigenen Stoffhintergrund aufgebaut werden. Auch stellen manche Kunden thematisch zur Veranstaltung Requisitenkisten zusammen, um die Bilder etwas aufzulockern – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Die Bilder landen […]
27 Mai 2015 in In eigener Sache, Workflow, by
Luftaufnahmen
Beginnen möchte ich das Jahr auf meinem Blog mit einem für mich sehr spannenden Thema: Luftbildfotografie. Damit sind Bilder aus Flugzeugen oder Helikoptern gemeint, optimalerweise nicht durch Scheiben oder Türen fotografiert. Bis ich diese Gelegenheit hatte ging vom ersten Gedanken gut zwei Jahre ins Land. Erstmal sollte es natürlich nicht irgendein Flug sein, ich wollte schon eine interessante Location (darf man in diesem Falle von Location sprechen? Eher Überflugsgebiet). Diese fiel nach kurzem Überlegen aus praktischen Gründen auf meine jährliche Sommer-Ferieninsel Fehmarn: interessante Mischung aus Wasser und Land, viel Wetterwechsel und ich kannte die Insel schon von meinen vorherigen zwei Urlauben. Im Sommer 2011 wollte ich den Flug bereit realisieren, hier machte mir aber das sehr wechselhafte Wetter während meines Aufenthaltes im Norden ein Strich durch die Rechnung. Zur Information: die Start- und Landebahn auf Fehmarn ist die kleinste in Deutschland und besteht aus einer gemähten, abgesteckten Graswiese – aus Sicherheitsgründen wird nur bei trockenem Wetter und trockener Bahn geflogen. 2012 war es dann endlich soweit. Ich konnte fliegen. Doch vorher las ich mich quer, was es technikseitig zu beachten gab. Klar, erster Punkt: möglichst nicht durch Scheiben fotografieren. Ein kurzer Anruf beim Betreiber des Flugplatzes stellte dies sicher: ich […]
03 Jan 2013 in Ferne Orte, Workflow, by
Gefunkte Bilder
Vor einiger Zeit erwähnte ich meine Anschaffung der Eye-Fi Pro-X2 Karte. Diese Karte ist eine SD-HC Karte mit einem integrierten W-Lan Modul. Heißt: mittels dieser Karte funke ich die mit der aufgenommenen Daten von meiner Kamera an ein anderes beliebiges Gerät. Mein damaliger Artikel behandelte größtenteils die Geschwindigkeit der Datenübertragung, nicht jedoch meine Arbeitsweise mit diesem Werkzeug. Diese Informationen möchte ich nun nachreichen, da hierzu immer wieder Fragen kommen. Anfangs waren die Funktionen der Karte arg eingeschränkt: sie konnte sich nur über einen W-Lan-Router in ein Netzwerk anmelden. Außerdem musste zum Ändern der Einstellungen auf der Karte eine Internetverbindung bestehen. Doch die Einschränkungen wurden durch einige Firmware-Updates größtenteils aufgehoben: die Karte kann selbst ein Netzwerk erstellen und direkt Bilder an ein beliebiges W-Lan fähiges Gerät übertragen. Dies läuft dabei direkt ab, eine Server von Eye-Fi, wie mancherorts im Internet behauptet, wird nicht angesprochen. Man braucht auch keine direkte Internetverbindung für die Übertragung der Daten. Lediglich für Funktionen wie das automatische Geotagging der Bilder beim Übertragen oder das direkte Hochladen zu Flickr und anderen Diensten erfordert verständlicherweise eine Verbindung in das weltweite Netz. Mein Workflow sieht wie folgt aus: die Eye-Fi-Karte kommt bei meiner Nikon D-7000 in den zweiten SD-Kartenslot. An […]
07 Jan 2012 in Workflow, by
Mein Hilite
Seit Juni setze ich bei den meisten Fotoshootings, wo eine schwarze oder weiße Wand verlangt wird, den Lastolite Hilite ein. Ich stehe in keiner Verbindung zu Lastolite, ich bin lediglich überzeugt von diesem Produkt in der Praxis. Der Hilite ist nichts anderes als eine großes quadratisches Aufpopp-Zelt. Bis auf die Rückwand bestehen alle Wände aus lichtdurchlässigen weißen Kunstoff. Alle schmalen Seitenwände sind mit Reißverschlüsse versehen, um mittels Blitzen eine von hinten ausgeleuchte rein weiße Fläche zu erreichen. Dreht man den Lastolite um, kann man die schwarze Rückseite auch als Fotohintergrund verwenden. An zwei Kanten findet sich ein Klettband, mit dem man eine optionale weiße Schleppe aus Vinyl anbringen kann. Diese wird oft bemängelt, sie sei überteuert. Manch ein Fotograf beklagt, die Schleppe ist zu schmal und/oder zu kurz/zu schmal. Lösung hierfür ist die Verwendung von abgeschnittenen Papierbahnen einer Hintergrundrolle, die sich leicht mit zwei Studioklammern an die Seiten des Hilite anbringen lassen. Der Preis des faltbaren Hintergrundes von Lastolite hat sich bei mir bereits nach drei Aufträgen amortisiert, da die Nachbearbeitungszeit bei sorgfältigen Arbeiten vor Ort um eine vielfaches auf fast null sinkt. Gefordert waren bisher Halb- und Ganzkörperportraits mit sauberen, weißen Hintergrund, die sich auch notfalls einfach freistellen lassen. […]
08 Okt 2011 in Workflow, by
Artikelserie zu Themenshoots – Teil IV
Nach gefühlten ewigen Zeiten bringe ich nunmehr mit dem vierten Teil meine Artikelreihe für das Clubheft Fotonews des Fotoclubs Schwabach zu Ende. Themen-Fotoshootings realisieren Teil IV – Nacharbeit Wenn im besten Falle alles gut gelaufen ist, kommt man nach einem erfolgreichen Tag mit Speicherkarten voller Bilder und gegebenenfalls Videos nach Hause. Vor dem Import der Dateien in die jeweiligen Programme (in meinem Fall Lightroom und iMovie) werden, falls noch nicht am Shootingort passiert, die Karten sicherheitshalber auf Schreibschutz geschoben. Nach dem Import aller Daten werden die Speicherkarten optimalerweise nicht gleich gelöscht, sondern eine Weile noch vorgehalten. Eine Einführung in die Datenhandhabung und den Workflow mit Lightroom habe ich vor einiger Zeit in zwei Beitröge auf meinem Blog erklärt (Teil 1, Teil 2). In Kürze: alle Bilder aufeinander zeitlich abstimmen (wichtig bei Verwendung mehrerer Kameras), in zwei bis drei geordneten Durchgängen aussortieren, bis ich bei einer ordentlich Endauswahl bin und dann die zu veröffentlichenden Bilder nachbearbeiten (bei mir nach Lightroom für die globalen Anpassungen, Photoshop). Bei der Anpassung der Zeit ist mir Lightroom sehr behilflich. Ein Referenzbild heraussuchen, alle anderen anzupassenden Bilder markieren, Lightroom passt dann alle Bilder um die unstimmige Zeit an. Grundsätzlich versuche ich einen Durchgang an einem Stück […]
13 Jul 2011 in Workflow, by
Camera Tossing
Wie viele von Euch ja wissen, bin ich Mitglied im örtlichen Fotoclub in Schwabach. Dieser begeht im Jahr 2011 sein 20-jähriges Bestehen. Ich wurde gebeten für dieses Jubiläum das Gruppenbild zu erstellen. Im ersten Anlauf traf ich nicht jedermanns Geschmack und war auch persönlich nicht ganz zufrieden. Vom Konzept her dachte ich an ein Gruppenbild, in dem sich jeder selbst mit einem ferngezündeten Kompaktblitz ausleuchtet. Dieses Konzept ging nicht ganz auf: viele wussten nicht, wie sie diese Funktion an ihrem Blitz anschalten, ich hatte zu wenige optische und Funkauslöser als Alternative dabei und die manuelle Herunterregelung und Abstimmung der Blitze auf das Umgebungslicht klappte nicht gut. Zudem war es Februar, der Tag war eisig kalt und wir waren zu etwa 25 Personen draußen – keine guten Voraussetzungen. Zwar wurde das Minimalziel, ein ordentliches Foto, alle drauf, alle Augen offen, erreicht. Aber das Bild entfaltete keine Wirkung. Ganz anders der zweite Termin: zwar konnte leider nicht ganz so viele Personen wie beim ersten Mal, aber das Konzept ging wunderbar auf: ich warf meine Kamera in die Luft, alle standen im Kreis um mich herum und die Kamera machte mit einem Weitwinkelobjektiv ausgestattet, ein Bild von oben. Diese Technik ist als sogenanntes […]
10 Mai 2011 in Workflow, by
Mein Workflow – Teil II
Die Anzahl der Bilder, mit denen ich von einem Fotoshooting nach Hause komme, sind sehr unterschiedlich. Manchmal sind es nur 100, manchmal 3000 Bilder. Vor allem bei Hochzeiten und sonstigen Reportagen, wo sich die situativen Bedingungen der Gäste und Teilnehmer ständig ändert, fotografiere ich viel. Hinzu kommen häufig die Bilder des zweiten Fotografen, falls jemand mich unterstützt. Doch egal wie viele Bilder es im Endeffekt sind, mein Workflow (sorry, natürlich kann ich auch Arbeitsablauf sagen) ist immer gleich. Lediglich die einzelnen Schritte benötigen mehr Zeit, der Rechner mehr Rechenzeit. Komme ich nach Hause, werden alle Speicherkarten aus allen Kameras gesammelt und kommen auf den Schreibtisch in ein „zu importieren“-Kästchen. Erst wenn eine Speicherkarte importiert wurde, wandert diese in das zweite Kästchen, dem „Erledigt“-Kästchen. Hier bleibt sie, wie bereits schon erwähnt, eine Woche liegen, bis sie wieder zum Einsatz kommt. Bei allen Karten ist der Schreibschutz aktiviert, um versehentliches Löschen zu vermeiden. Die Bilder werden in Lightroom importiert. Beim Import gebe ich den Bildern bereits eine gewisse Standardentwicklung mit, die sich in den letzten Jahren herausgebildet hat. Außerdem erhalten die Bilder schon mehrere Stichworte, anzahlmäßig in etwa drei bis fünf. Während die Bilder importiert werden, legen ich in Lightroom einen Smart-Sammlung […]
02 Mrz 2011 in Workflow, by
Mein Workflow – Teil I
Immer wieder bekomme ich Anfragen, wie ich denn mit den Bildermassen umgehen, wie ich diese verwaltet, sichte, bewerte und sichere. Deshalb versuche ich, auch diese Frage hier einmal zu beantworten. Das Tool meiner Wahl ist seit Jahren Lightroom von Adobe, davor hatte ich bereits den Vorgänger von Lightroom, namens Raw Shooter Premium im Einsatz. Die Macher dieser Software wurden jedoch von Adobe übernommen und gingen (glücklicherweise) in Lightroom auf. Lightroom ist nicht das beste Tool, sondern einfach das Tool, welches mir am meisten zusagt. Die beiden anderen bekannten Vertreter sind Aperture von Apple und auch nur für Apple-Plattformen und Bibble von Bibble Labs für Windows, Mac und Linux. Die Ablage und Sicherung meiner Daten läuft wie folgt: die Lightroom-Datenbank liegt auf der internen Festplatte, die Bild-Dateien auf einer schnellen, via FireWire 800 angeschlossenen Festplatte. Beide werden stündlich via Time Machine auf ein NAS von Drobo gesichert. In dieses NAS passen vier Festplatten, drei Festplatten mit je zwei Terrabyte stecken schon darin. Hier sind Sicherungen von Monaten und Jahren verfügbar. Einmal im Monat werden eine momentane komplette Sicherung auf eine weitere externe Festplatte gesichert. Diese Festplatte und auch alle weiteren, die ich nun erwähne, stecken nicht in ein Gehäuse, sondern liegen […]
26 Feb 2011 in Workflow, by
Meine eigene Modelkartei
Wer meinen Grudsatzrtikel zum Thema „Kreativ werden und bleiben“ vor einiger Zeit auf meinem Blog gelesen hat, weiß, dass ich die meisten meiner Fotoshootings lange im voraus plane. Dies liegt unter anderem an der ausführlichen Entwicklung der jeweiligen Ideen und der genauen Vorbereitungen. Doch immer wieder ergeben sich bei mir und sicher auch bei anderen Fotografen Lücken im Zeitplan und Tage oder Wochen mit Leerlauf. Hier ein spontanes Fotoshootings einzuschieben liegt nahe. Naheliegend ist ein Twitter- oder Facebook-Post, um zu schauen, wer gerade jetzt, heute oder morgen Zeit hat. Glück, wer jemand passenden findet. Eine viel zielgerichtetere Methode möchte ich kurz vorstellen. Ich führe meine eigene Modelkartei. Von jedem Model, mit dem ich bereits fotografiert habe, speichere ich alle Kontaktdaten, ein oder mehrere Bilder, die kompletten Körpermaße und optimalerweise den Beruf und die Zeiten, an dem das Model grundsätzlich Zeit hat zu shooten. Zusätzlich dazu beobachte ich meinen Freundes- und Bekanntenkreis ziemlich genau und spreche immer wieder gezielt einzelne Personen an und biete diesen ein Fotoshooting an. Nachdem dies kostenlos ist und sie auf diese Weise gute Bilder von sich bekommen, ist das Zugeständnis die etwas spontane und flexible Zeithandhabung, wann und wie lange das Fotoshooting stattfindet. Diese Gelegenheitsmodels können […]
25 Feb 2011 in Workflow, by
Drahtlos Bilder übertragen
In letzter Zeit fotografierte ich immer häufiger meine Bilder direkt auf den Laptop oder den Heimcomputer. Die Vorteile liegen klar auf der Hand: schneller Ergebniskontrolle, sofortige Sichtbarkeit für die Agentur oder den Kunden. Auf einem 13-Zoll Monitor kann man die Schärfe und die korrekte Beleuchtung deutlich besser überprüfen. Meine bisherige Lösung war ein fünf Meter langes USB-Kabel. Seit der Version 3.x bietet Lightroom eine direkte Ansteuerung der angeschlossenen Kamera und das Herunterladen der Bilder an. Diese Lösung brachte jedoch für mich einige Nachteile: fünf Meter Kabel sind nicht besonders lang, als Fotograf bin ich angebunden. Außerdem löst sich das Kabel an der Kamera sehr leicht. Folge: Bilder können verloren gehen, da die Kamera bei Anschluss an einem Computer direkt vom Buffer auf den Rechner überträgt und nicht auf die eventuell eingesetzte Karte schreibt. Ist die Übertragung auf den Computer aus irgendwelchen Gründen langsam, bremst dies die Auslösegeschwindigkeit der Kamera aus. Auch das Herunterreißen des Laptops habe ich schon einmal überlebt. Für das letzte Problem gibt es die Lösung von Magnet-Zwischenadaptern, die sich bei Zug voneinander lösen. Für die anderen Probleme leider nicht. Naheliegend war für mich deshalb eine drahtlose Lösung. Der von Nikon angebotene W-Lan-Adapter ist zwar leistungsstark, jedoch mit […]
30 Okt 2010 in Technik, Workflow, by